Kurt-Jooss-Preis 2013

8. August 2012

Im Sommer 2013 wird der Kurt-Jooss-Preis zum fünften Mal verliehen. Der Kurt-Jooss-Preis ist ein Förderpreis, der gemeinsam von der Stiftung Anna und Hermann Markard, Amsterdam und der Stadt Essen ausgeschrieben wird. Bewerben können sich Choreographen, die professionell arbeiten, aber noch nicht arriviert sind. Die Bewerber unterliegen weder einer stilistischen Beschränkung noch einer Altersbegrenzung. Der Preis ist mit 6000 Euro dotiert. Die Jury setzt sich zusammen aus Martin Schläpfer, Ballettdirektor und Chefchoreograph, Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg (D), Reinhild Hoffmann, Choreographin (D), Nils Christe, Choreograph (NL), Andreas Bomheuer, Kulturdezernent der Stadt Essen, Dr. Patricia Stöckemann, Tanzdramaturgin am Theater Bremen. Die Teilnahmebedingungen mit den Bewerbungsunterlagen können angefordert werden beim:

Kulturbüro Essen
Hollestraße 3
45121 Essen

Bewerbungen ohne ausgefülltes Anmeldeformularkönnen nicht berücksichtigt werden.

Anmeldeschluss: 24. Oktober 2012


Kürzungen bedrohen Zukunft der Kultur in Essen

8. Mai 2010

 

Das Kulturforum der SPD Essen/Ruhr sieht die Zukunft von Kultur und kultureller Teilhabe in Essen durch die von der Stadt vorgelegten Einsparvorschläge gefährdet. Die Stadt bedrohe mit den geplanten Kürzungen nicht nur die Zugangsmöglichkeiten zu kultureller Bildung in Essen sondern auch viele Einrichtungen unmittelbar in ihrer Existenz.

„Auf den Haushalt der Stadt bezogen, können gerade die Einsparvorschläge im Kulturbereich doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein – für die betroffenen Kulturbereiche aber sind sie bestandsgefährdend“, so Peter Weckmann, Sprecher des Kulturforums und Mitglied im Kulturausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen. „Was im Kulturbereich einmal geschlossen ist, wird nie wieder eröffnet!“

Die Schließung von Stadtteilbibliotheken hält das Kulturforum angesichts der Wichtigkeit von kultureller Bildung und Bildung allgemein für absolut indiskutabel. Besondere kulturelle “Marken“ der Stadt, z.B. das einzigartige Schaustellermuseum, gingen durch rigide Sparvorgaben genauso verloren wie die bisherige Strahlkraft und überregionale Attraktivität von Schauspiel, Oper, Ballett und Philharmonie.

Mit dem vorgelegten Rinke-Gutachten zu Kulturimmobilien müsse man sich, so Hanns-Jürgen Spieß, Mitglied des Kulturforums, intensiv und im Detail auseinandersetzen. In der Debatte des derzeitigen Haushaltsplanentwurfs sei dazu noch nicht ausreichend Zeit eingeplant, da das seit einem Jahr fertige Gutachten den Verantwortlichen erst seit 14 Tagen vorliege.

Weckmann sieht auch das Land in der Verantwortung, den Städten mehr Unterstützung als bisher für die Sicherung des Kulturbereichs zukommen zu lassen. Das Kulturforum der Sozialdemokratie Essen/Ruhr will sich auf Landesebene dafür einsetzen.


Runde Tische für Kultur in Essen

15. April 2010

 

Kulturforum für eine Stärkung der Kulturpolitik als Gesellschaftspolitik

Kultur und gesellschaftliche Teilhabe. Kultur als Tourismusmagnet. Kultur als „weicher Standortfaktor“. Kulturwirtschaft als innovative Branche am Arbeitsmarkt. Kulturelle Bildung und die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst. Stellenwert von Soziokultur.

Diese Themen und viele mehr diskutierte das Kulturforum der SPD Essen beim „100-Tage-Gespräch“ mit dem neuen Kulturdezernenten Andreas Bomheuer in der Rüttenscheider Kultkneipe „Ampütte“.

Letztlich aber lief es immer auf die Frage hinaus, wie in Essen die Kürzungsvorgaben auf den Kulturbereich wirken und wie damit umzugehen ist.

Kultur zur sog. Pflichtaufgabe zu machen wäre hilfreich; nicht jedoch das gegenseitige Ausspielen der Bereiche Kultur – Sport – Soziales.

Kürzungen nach dem Rasenmäherprinzip und kurzsichtiges Kaputtsparen sind gerade beim Thema Kultur keine Lösung. Gerade hier gilt: Stadt und Land – Hand in Hand!

Runde Tische für Kultur in Essen, um die inhaltliche Diskussion über politisch und gesellschaftlich gewollte Prioritäten führen zu können, könnten ein geeignetes Mittel sein.


Einladung – Kulturforum im Gespräch: mit Andreas Bomheuer

8. April 2010

Einladung

Kulturforum im Gespräch: mit Andreas Bomheuer
13. April 2010
19.00 Uhr
Gaststätte Ampütte,
Rüttenscheider Str. 42
45128 Essen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Genossinnen und Genossen,

zum 13.04.2010 lädt das Kulturforum der Sozialdemokratie Essen/Ruhr den Kulturdezernenten der Stadt Essen, Andreas Bomheuer, zum öffentlichen Gespräch ein.

Nach „100“ Tagen im Amt stellt er sich unseren Fragen.

Wir wollen mit ihm über seine bisherigen Erfahrungen im Amt und seine weiteren Pläne diskutieren. Gerade angesichts der Spardebatten in Essen ist es uns wichtig, über die Rolle von Kultur und die Möglichkeiten zukünftiger Unterstützung zu reden.

Wir freuen uns auf viele interessierte Gäste und eine rege Beteiligung des Publikums am Kulturgespräch.

Mit freundlichen Grüssen
Peter Weckmann


Kulturpolitische Ziele und Leitlinien der NRWSPD

4. März 2010

Kulturpolitik ist nicht ohne ausreichende Unterstützung der Kommunen denkbar

Dr. Fritz Behrens, Vorsitzender des SPD-Kulturforums NRW:
Neunzig Prozent der Kulturausgaben in NRW werden von den Städten und Gemeinden sowie Kreisen und Landschaftsverbänden getätigt. Die dramatische Haushaltsituation in unseren Kommunen gefährdet die gesamte kulturelle Infrastruktur unseres Landes. Da hilft es wenig, wenn der Landeskulturetat in den letzten Jahren erhöht wurde. Ein Notprogramm wie z.B. für die Theater in unserem Land ist lange überfällig. Die NRWSPD hat diese Probleme früh erkannt und kulturpolitische Leitlinien entwickelt, die vor allem den Bedürfnissen der kommunalen Kulturlandschaft Rechnung tragen.

Kulturpolitische Ziele und Leitlinien der NRWSPD

Für die Erfolge der Kulturpolitik im Land und in den Kommunen finden sich viele sozialdemokratische Fundamente und Traditionen mit großer Tragfähigkeit. Die NRWSPD wird darauf aufbauend auch in Zukunft den kulturellen Reichtum unseres Landes gemeinsam mit allen gesellschaftlichen Kräften fördern. Wir wollen ein kulturell vitales Land, das Kraft aus seiner Vielfalt schöpft, in dem Kunst und Kultur einen zentralen Platz einnehmen. Wir wollen die Freiheit der Künste stärken, unsere soziale Verantwortung gegenüber den Kulturschaffenden wahrnehmen und – mehr noch als bisher – das Gespräch mit und den Rat von Künstlerinnen und Künstlern suchen. Unser Ziel bleibt es, die sozialen Verhältnisse kultivierter und die kulturellen sozialer zu gestalten. Wir wollen demokratische Kultur und kulturelle Demokratie verwirklichen. Kunst und Kultur stehen so auch in Zukunft im Zentrum sozialdemokratischer Politik. 

Wie bewerten Sie diese Leitlinien der SPD? Was finden Sie gut? Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf? Fehlen Ihnen Aspekte?

Hier finden Sie das Dokument: Kulturpolitische Ziele und Leitlinien der NRWSPD


Veranstaltungstipp – AWO Essen – Was bringt uns das Kulturhauptstadtjahr 2010?

4. März 2010

Infos zum Kulturhauptstadtprogramm umrahmt von Musik und Unterhaltung Im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „nach der Arbeit“ informiert das Paul-Gerlach-Bildungswerk der AWO Essen über ein starkes Stück Kultur an der Ruhr und möchte damit die Aufmerksamkeit für das Kulturhauptstadtjahr 2010 erhöhen. Von A wie Aaltotheater bis Z wie Zollverein reihen sich die Ereignisse wie Perlen entlang der ehemaligen B 1 auf. Was können wir von diesem besonderen Jahr im Revier erwarten? Jürgen Fischer, Programmkoordinator der Ruhr 2010, stellt die Highlights des Kulturhauptstadtjahres vor. Für gute Unterhaltung, Musik, Getränke und einen kleinen Happen ist zum Ausklang des Arbeitstages gesorgt.

Datum: Di. 09.03.2010
Zeit: 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Einlass: 17:30 Uhr
Veranstaltungsort / Raum: Saal, 1. Etage, Geschäftsstelle, Pferdemarkt 5, 45127 Essen
Eintritt: 5 Euro
Anmeldung: nicht erforderlich
Veranstalter: AWO Essen


Keine Angst vor unbequemen Fragen – Kulturforum der Sozialdemokratie Essen/Ruhr beginnt Dialog

17. Februar 2010

Trotz des Streiks beim ÖPNV waren am 04. Februar rund 65 Interessierte zur Präsentation des Kulturforums Essen/Ruhr in die Lichtburg gekommen.

Das neu gegründete Kulturforum in Essen steht in der Tradition der Kulturforen der Sozialdemokratie und will Brücke zwischen Kultur in Essen und dem politischen Engagement für soziale Demokratie sein. Darum geht es dem Kreis der Initiatoren.

Und deshalb steht der Dialog mit Kulturschaffenden und -veranstaltenden sowie mit politisch Verantwortlichen im Mittelpunkt: Zum Beispiel über die Zukunft von Kultur in Essen – auch nach der Kulturhauptstadt 2010.

Dieser Dialog wird in Zeiten mehr als knapper kommunaler Finanzausstattung manchen Tabubruch im politischen Denken und manch neuen Akt von Solidarität erfordern.

„Wir wollen uns mit offenen Augen und Ohren für die Anliegen der Kulturszene, mit kritischem Blick und ohne Angst vor unbequemen Fragestellungen und Themen in die künftige Debatte rund um Kultur und Kulturpolitik einmischen.“ fasst Peter Weckmann (Landtagsabgeordneter und Mitglied des Kulturausschusses des Landes NRW) das Anliegen zusammen.

Auch erste Anregungen für die künftige Arbeit gab es bereits an diesem Abend. Nach der Einstimmung durch Klaus Jürgen Scherer, dem Geschäftsführer des Kulturforums der Sozialdemokratie auf Bundesebene, und begeistert aufgenommenen kabarettistischen Schmankerln der Kettwichte wurde in der Filmbar der Lichtburg in kleinen Gesprächsrunden diskutiert. Themen waren dabei z.B. die sich verändernden Rahmenbedingungen für kulturelles Schaffen und Kulturschaffende oder die Chancen und Perspektiven von Hochkultur, Sozio- und Alternativkultur.

Als ganz praktisches Ergebnis wurde verabredet, dass zukünftig auf einer eigenen Internetseite des Kulturforums Essen/Ruhr eine Informations- und Diskussionsplattform für Fragen der Kulturpolitik und des lokalen kulturpolitischen Engagements sowie für Anregungen und Wünsche zur Arbeit des Kulturforums entstehen soll.